Presseerklärung 02/2016

Presseerklärung des Vereins der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal e.V.
Vogelschutzmaßnahmen an Mittelspannungsfreileitungen


Der Nationalparkverein hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere den Naturschutz im Unteren Odertal zu verbessern. Dabei geht es ihm vor allem darum, mit allen Beteiligten konstruktive Lösungen für den Naturschutz zu erreichen und keineswegs nur öffentliche Schuldzuweisungen. Seit einigen Monaten gibt es auf Anregung des Nationalparkvereins dazu eine gute Kooperation mit der örtlichen E.DIS AG in Angermünde. Der Nationalparkverein sieht mit Sorge, dass an den Mittelstromleitungen, die noch nicht alle unter die Erde gelegt worden sind, immer wieder große Vögel, auch Störche, zu Tode kommen. Diese unnötige und unschöne Todesursache wollen wir ausschalten.  Der Aufwand ist überschaubar. Die aktuellen Vorschriften verlangen ohnehin Sicherungsmaßnahmen für die Masten. Nur haben sie sich noch nicht überall durchgesetzt.

Die zuständigen Mitarbeiter von E.DIS und dem Nationalparkverein haben nun in der Nationalparkregion mit gemeinsamen Begehungen begonnen. Dort, wo Verbesserungen zum Schutz der Vögel an den Masten möglich und nötig sind, werden sie nun in Angriff genommen – und natürlich auch kontrolliert. Eine der drei Leitungen wurde bereits kontrolliert, die beiden anderen folgen in Kürze. Bewohner der Region werden gebeten, Leitungen dem Nationalparkverein zu melden (E-Mail: nationalparkverein@unteres-odertal.info), die wir noch nicht im Blick haben, um die Vögel zu schützen.

Die Zusammenarbeit zwischen der E.DIS AG und dem Nationalparkverein wird vom gemeinsamen Wunsch getragen, die rechtlich geforderten Sicherheitsmaßnahmen an den Mittelspannungsleitungen sicherzustellen. Diese sachbezogene und unaufgeregte Zusammenarbeit hat sich bewährt. Wir werden sie fortsetzen.

      
    Uhu als Stromschlagopfer in einem Mittelspannungsmast  (Foto: Lutz Dalbeck)