Presseerklärung 02/2008

Angriffe gegen Zoodirektor Blaszkiewitz sind Angriffe gegen den Zoo -
alle Anschuldigungen sind bislang ohne Beweise

 

„Die kampagnenartig zusammengesuchten Anschuldigungen gegen den Direktor von Zoo und Tierpark Berlin, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, sind bisher ohne Belege und Beweise. Juristisch gesehen, werden auf die Anzeigen hin vermutlich noch nicht einmal Ermittlungen aufgenommen, nach menschlichem Ermessen sind keine Anklagen zu erwarten, erst recht keine Verurteilungen.

 

Auch fachlich und zoologisch gesehen, sind Herrn Blaszkiewitz keine Vorwürfe zu machen. Der international renommierte Zoologe hat sich bei seiner Arbeit gerade um den Artenschutz verdient gemacht und um den Naturschutz, mit dem er seit 15 Jahren als Mitglied des Vereins der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal e. V. und als Kuratoriumsvorsitzender der Nationalparkstiftung Unteres Odertal eng zusammenarbeitet. Aber nicht nur unter juristischer und zoologischer, sondern auch unter ethischer Hinsicht ist Herrn Dr. Blaszkiewitz kein Fehlverhalten vorzuwerfen.

Den Verein der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal e. V. befremden dabei, gerade als einen der größten und schlagkräftigsten Naturschutzvereine Brandenburgs, die unqualifizierten und gehässigen Angriffe einiger selbsternannter Tierschützer. Weltweit werden Zoologische Gärten von wild gewordenen Tierschützern attackiert, einige sind schon geschlossen. Zwar steht auch unserem Naturschutzverein der Schutz der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum näher als die Zootierhaltung, die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt macht aber die Zoos nicht nur der Bildung und Forschung wegen, sondern vor allem für den Artenschutz unverzichtbar. Viele Tierarten wären ohne Zoos längst ausgerottet, einige von ihnen konnten aus der Gefangenschaft wieder in die freie Wildbahn ausgewildert werden.

Dr. Blaszkiewitz gehört zu den wenigen Zoodirektoren, die sich auf vorbildliche Weise für die Zusammenarbeit zwischen Zoo und Naturschutz, beispielsweise im einzigen Nationalpark Brandenburgs, engagieren. Er muss deswegen Zoodirektor bleiben, nicht nur wegen seiner unbestreitbaren Verdienste für den Tierpark und für seine Heimatstadt, sondern vor allem wegen seiner auch in Zukunft notwendigen Arbeit für den Naturschutz."

Thomas Berg
Vorstandsvorsitzender